Sonntag, 28. Februar 2016

20 Jahre Pokémon - Ein Rückblick

Aloha

Ist das wirklich zwanzig Jahre her, dass ein japanischer Käferfreak eine Idee für ein Spiel hatte, dass so absurd ist, dass man es heute unter keinen Umständen verkauft bekäme? Ja, ist es. Gestern, am 27.2.2016 wurde Pokémon 20 Jahre alt. Ein ordentliches Alter für ein Videospiel.

Ich selbst war von Anfang an dabei, also seit November 1999, um genau zu sein, denn das Spiel erschien ja erst Oktober 99 in Deutschland. Seitdem ist es da und so richtig erklären kann sich niemand den Erfolg dieser Serie, die schon etliche Male totgesagt wurde und doch wiederkam.

Es geht weiter


Am Donnerstag erst hat Nintendo die neue Generation mit den Spielen Sun und Moon (Sonne und Mond) angekündigt, die noch in diesem Jahr weltweit erscheinen soll. Darüber hinaus steht mit Z noch die Special Version zu der letzten Generation im Raum, mit Detective Pikachu und Pokemon Go sind, ebenfalls in diesem Jahr, zwei Spin-offs geplant.

Die verrückte Idee des Käfersammlers ist nach wie vor das Zugpferd für Nintendo.

Zurück auf Anfang


Space Shuttle in Pokémon
Gestern erschienen im Nintendo e-Shop dagegen die ersten Spiele der Serie als Donwload-Version für die neuen Konsolen. Rot, Blau und Gelb für die westliche Welt, dazu Grün in Japan. Zu schade, dass sie die Grüne Version nicht weltweit ausgegeben haben. Selbst ohne Übersetzung und Lokalisation wäre sie gekauft worden, die Zahl der Fans ist immerhin ungebrochen riesig.

Ich persönlich habe gleich alle Teile noch einmal gekauft (und das, obwohl meine Originale noch funktionsfähig sind) und noch einmal mit Rot begonnen. Dabei ist mir aufgefallen, wie sehr sich die Spiele zu den neuen Versionen unterscheiden. Nicht nur der fehlende Komfort und das recht geringe Spieltempo machen einen großen Unterschied. Nein, es sind die Story und die Umsetzung an sich, die sich schon zu den direkten Nachfolgern Gold und Silber und noch mehr zu den neuesten Teilen der Serie unterscheiden.

Entwicklung der Welt


Ich kann nicht ein mal sagen, was mir besser gefällt.
Der Karpador-Betrüger
In den neuen Spielen, schon bei Gold angefangen, kristallisiert sich eine eigene Welt heraus, mit eigenen Gesetzten, eigener Lore, eigenen Regeln der Existenz. Die Welt ist, wenn man einigen NPCs und Pokédex-Einträgen Glauben schenken darf, nicht besser oder ungefährlicher als unsere Welt, aber sie entspringt unserer Sehnsucht nach Forschergeist, Frieden und absoluter Freiheit. Vermutlich liegt hier auch einer der Erfolgsgründe es Spiels, neben den unterschiedlichen Zielen, dem variablen Schwierigkeitsgrad und den taktischen Mehrspieler-Kämpfen.

Die Welt von Pokémon ist nicht ungefährlich, aber viel sozialer und friedlicher als unsere Gegenwart. Selbst die Verbrecherorganisationen in dieser Welt sind annähernd human.

Doch Rot und Grün hatten diese Welt noch nicht. Es wimmelt in dem Spiel von Anspielungen auf unsere reale Welt. Die Mondlandung, die Raumfähre, der brasilianische Dschungel, ein Super Nintendo. Die Nintendo-Konsolen bleiben bis zu den neuesten Generationen die einzige Verbindung zur Realität. Eine Verbindung, die vielleicht wichtig ist, um ins Spiel einzutauchen. Man sagt, dass jede Fiktion ein wenig der vertrauten Umgebung des Lesers behalten muss, um ihn in ihren Bann zu ziehen.

Entwicklung der Story


Noch größer als die Entwicklung der Welt von einem Urban-Fantasy-Abenteuer hin zu einer Science-Fiction-Welt war die Entwicklung der einzelnen Plots der Spiele. Um ehrlich zu sein: Die erste Generation hatte keine Geschichte zu erzählen. Sie bedient nur einige ureigene Wünsche von Menschen, insbesondere Teenagern, nach Ablösung von der gewohnten Umgebung, Abenteuern und der Möglichkeit, etwas großes zu erreichen. Das Auftauchen von Team Rocket, das ein bisschen Geschichte in das Spiel bringt, ist eigentlich nur Schmuckwerk.

Anders sieht es in den Nachfolgetiteln aus. Vor allem der neueste Ableger X/Y besticht fast nur noch durch die Geschichte, die erzählt wird und Diamant/Perl hätten großartige Spiele sein können, hätte man die Geschichte besser erzählt.

Entwicklung der Verbrecher


Die ersten Rockets sahenn och martialisch aus.
Eine gute Geschichte, eine gute Welt braucht Gegenspieler. In Pokémon sind das die verschiedenen Verbrecherteams. Wie alles in den Spielen haben sich auch die Verbrecherteams entwickelt. Team Rocket, die Yakuza-Mafia-Hybriden der Pokemon Welt, bleiben mein persönlicher Favorit. Sie sind eine Organisation, die einige Regeln der Welt bricht, um ihren Profit zu maximieren. Dunkle Geschäftsleute, eine reale Bedrohung. Ähnlich gelagert ist auch das neueste Verbrecherteam, Team Flare, auch wenn diese einen deutlich mafiöseren Anstrich bekommen haben und das Weltbild ihres Bosses etwas abgehoben wirkt.

Schwach waren dagegen die Teams in Rubin/ Saphir und Diamant/Perl. Nicht, weil ihre Struktur schlecht war, sondern, weil ihre Beweggründe abstrus waren. Während die Teams Magma und Aqua durch die Neuauflage ein wenig Tiefe gewonnen haben und mehr wie militante Umweltschützer daherkommen, frage ich mich immer noch, was aus den Weltraumpiraten von Team Galaktik werden soll.

Einen ganz besonderen Rang in den Riegen der Verbrecher nimmt Team Plasma ein. Militante Tierschützer gepaart mit einem narzisstischen Anführer und mafiösen Strukturen. Es handelt sich hierbei um das, in meinen Augen, am besten ausgearbeitete Verbrecherteam der Serie. Und manchmal frage ich mich, ob nicht die Klage der Organisation PeTA (die das Spiel als ethisch verwerflich ansehen, da angeblich Tiere zu Kampfmaschinen stilisiert werden) zur Entstehung von Team Plasma geführt hat.

Fazit


Back to the roots.
Es hat sich viel verändert in den zwanzig Jahren und ich habe meine Betrachtung auf die Hauptreihe beschränkt. Was geblieben ist, ist die Tatsache, dass die Pokémonspiele Spaß machen, Menschen zusammenbringen und Werte vermitteln, auch Skepsis gegenüber manchen Entwicklungen der Gegenwart. Weder die Bedrohungen durch Team Rocket noch durch die Teams Plasma oder Flare sind abwegig.

Die Spiele wurden vor rund 15 Jahren von Papst Johannes Paul II wegen ihrer ethischen Werte gesegnet. Sie vermitteln den Wert von Freundschaft und Zusammenhalt und nicht nur das, wie viele unter uns haben durch diese Spiele nicht zu neuen, guten Freunden gefunden?


Alles Gute, Pokémon und auf weitere zwanzig Jahre!
Rhada


Weiterführende Links: Trailer Sun/ Moon

Donnerstag, 18. Februar 2016

My Ex-Boyfriend The Space Tyrant

Was passiert, wenn man Bullys (T)Raumschiff mit Monkey Island kreuzt und eine Reihe halb nackter Männer mit hineinsetzt? Genau, das vermutlich absurdeste Adventure, dass man je zu Gesicht bekommen hat.

Mein Exfreund, der Weltraumtyrann

Bananen waren schon immer erotische Früchte
Vorab müssen zwei Warnungen gegeben werden: Wer so überhaupt nichts mit Homosexualität zu tun haben will, braucht sich das Spiel gar nicht erst anzusehen. Dasselbe gilt für Leute, die sich von einem unglaublich platten, teils sexistischen Humor auch auf Kosten von Schwulen angegriffen fühlen. Im Endeffekt sind es dieselben Warnungen, die man auch für (T)Raumschiff Surprise von Bully Herbig aussprechen konnte.

Ale anderen könnten eventuell Interesse an diesem Spiel zeigen.
Es geht um den ehemaligen Weltraumflotten-Kapitän Tycho Minogue, der von seiner alten Crew entführt wird, um die Galaxie zu retten. Tychos Sommerliebe Andromedus, sein Exfreund aus Uni-Tagen, hat sich zu einem tyrannischen Eroberer gemausert und bedroht nun die gesamte Galaxie, namentlich die Planeten New Camelot, Aqualonia und Erde.

Die einzige Person, die ›Andy‹ aufhalten kann, ist Tycho. Doch der glaubt fest an die Unschuld seines Exfreundes, selbst dann noch, als er die Invasionstruppen auf New Camelot eintreffen sieht.


Comichintern

 

Dieses Insekt ist nur des Hinterns wegen im Spiel
Grafisch kann das Spiel nicht überzeugen, es sieht aus, als sei es rund zwanzig Jahre alt. Die Zeichnungen sind grob, aber passend. Ob allerdings das ständige präsentieren von Fetischwäsche und Hintern wirklich der Zielgruppe entspricht, kann man bezweifeln. Allerdings untermalt es den humoristischen Charakter des Spiels.

Der Ex-Boyfriend nimmt sich selbst weder in Grafik noch in Text besonders ernst, was in einer Zeit, in der die meisten Adventurespiele Thrillern und düsteren Krimis gleichen, eine erfreuliche Abwechslung ist.

Dauerschleife

Musikalisch sticht das Spiel ebenfalls nicht hervor. Die Soundeffekte wurden ebenfalls humoristisch eingesetzt, insbesondere dann, wenn Tycho einen neuen Gegenstand findet. Die Hintergrundmusik ist den Planeten, aber seltener den einzelnen Bildern angepasst und nervt nach einer Weile. Sprachausgabe existiert nicht.

Wortwitz

Was gelungen ist, sind die Dialoge. Leider führen die andauernden Wortspiele und sexuellen Andeutungen auch dazu, dass das Spiel vermutlich niemals übersetzt werden wird. Viele Wortwitz sind nicht übersetzbar oder auch nur als Vorlage für eine Lokalisation zu gebrauchen.

Spätestens bei der Jagd im Schlosswald von New Camelot fällt auf, dass man »Boner« nicht einfach mit »Ständer« übersetzen darf. Schade drum, aber wer ein alltagstaugliches Gebrauchsenglisch besitzt, kann dem Spiel sehr gut folgen. Man sollte allerdings einige anzügliche Begriffe beherrschen.

Boys und Männer

Diese roten Typen sind die Bösen
Bei den Figuren wurde sich, trotz aller Klischees ebenfalls Mühe gegeben.
Die Charaktere wirken einzeln als Persönlichkeiten sehr gut und nicht alle Männer des Spiels sind schwul. Zumindest der Bürgermeister von New Camelot ist sehr glücklich mit seiner Ehefrau.

Nahezu alle Charaktere trifft man mehrmals im Spiel, was natürlich dazu führt, dass man sie besser kennenlernt und einschätzen kann.

 

Fazit

Ohne Worte
Die Review ist deutlich kürzer ausgefallen, als ich für mich selbst erwartet hatte. Mir hat das Spiel im Großen und Ganzen nämlich gut gefallen. Es handelt sich um ein grundsolides, relativ einfaches und kurzes Point’n’Click Adventure, welches sich selbst grafisch nicht von den klassischen Pfaden entfernt. Allein dafür liebe ich es.

Der Humor mit seinen teils platten, teils herausragenden Wortwitzen (wer findet den platten Wortwitz in diesem Satz?) sagt mir ebenfalls zu, aber das ist, wie jeder Humor, Geschmackssache. Hier kann ich nur wiederholen: Wer die Filme von Bully mag, wird auch an diesem Spiel seinen Spaß haben.
Was man allerdings nicht tun sollte: Dieses Spiel ernst nehmen. Es ist keine Persiflage auf andere Adventure-Spiele, wie Tony Tough, aber es ist ein wenig eine Persiflage auf die homosexuelle Community. Wie sehr vieles, was von dieser Community den Sprung in die »weite Welt« schafft. Auch hier mus ich sagen: Ich für meinen Teil komme damit gut zurecht. Genau wie mit den andauernden Hintern im Bild.

Gegen Ende wirkt das Spiel allerdings, als sei dem Entwicklerteam Zeit, Lust und/ oder Geld ausgegangen. Ich musste zwar mit den Tränen kämpfen, dies liegt aber nicht an dem herausragend guten Ende, sondern an der Tatsache, dass ich Tycho wirklich ins Herz geschlossen hatte. Für ihn und seine Geschichte fand ich den Abschluss des Adventures einfach nur flach.

Montag, 8. Februar 2016

Sid Meier’s Civilization V

Es ist der zur Zeit aktuelle Ableger der großen Strategiespiel-Serie von Sid Meier. Zumindest unter denen, die auf der Erde spielen. Wird dein Imperium wachsen und erobern? Wirst es mit seiner Kultur alle anderen ausstechen? Oder werden deine Wissenschaftler als erstes den Weg nach Alpha Centauri finden?

Von der Steinzeit in die Zukunft

Der große Unterschied zwischen Civilization und seinen Genre-Konkurrenten ist der zeitliche Umfang von Sid Meiers Werk. Man startet mit einer Einheit Siedler und einer Einheit Krieger, Späher oder einem Bautrupp in der Jungsteinzeit, der Zeit, als die Menschen erste Siedlungen gründeten. Danach begleitet man sein wachsendes Volk durch alle großen Zeitalter bis hin zur Zukunft.
Die Schlüsselrolle zum Vorankommen haben dabei die Technologien inne. Das Volk generiert Wissenschaft, welche dafür ausgegeben werden muss, immer neue und bessere Fertigkeiten zu erhalten. Während man am Anfang noch keine Tiere halten oder nur einfache Krieger ausbilden kann, so weichen diese in späteren Zeitaltern Flugzeugen und Panzern.
Neben dem theoretisch endlosen Modus gegen Computer oder menschliche Mitspieler gibt es noch eine Reihe von Kampagnen, in denen man mit vorgegebenen Völkern ein historisches Szenario erlebt. Einige der dabei vorkommenden Völker tauchen ausschließlich in eben jenen Szenarien auf und können nicht im Endlosspiel gewählt werden.

Detailreichtum und Übersicht

Gut gesicherte Grenzen sind überlebenswichtig
Das Spiel wird der Übersicht halber ausschließlich in Vogelperspektive dargestellt, wahlweise kann man sich die Grenzen der Hexfelder und die strategischen Empfehlungen des Spiels anzeigen lassen oder nicht. Wählt man die strategische Übersicht, wird die Grafik auf das Niveau eines Brettspiels vereinfacht.
Bleibt man bei der Standartansicht, so fällt einem ein gewisser Detail-Reichtum auf. Wälder und Dschungel bestehen aus unterschiedlichen Baumsorten, es gibt etliche Ressourcen, die eigene Darstellungen und Animationen besitzen und Einheiten und Städte werden im Stil der Zeit und dem gewählten Volk angepasst.
Trotz dieser Details bleibt das Spiel immer übersichtlich, der aus Aufbaustrategiespielen wie Anno oder Siedler bekannte Wuseleffekt fehlt bewusst. Dafür erkennt man einige Spezialgebäude und alle gebauten Wunder an den Rändern seiner Städte wieder.

Rochade

Stadtstaaten können mächtige Verbündete werden
Civilazation 5 wird, wie auch die Vorgänger, mit der Maus und optional einstellbaren Tastaturbefehlen gespielt. Wie die Grafik ist auch die Steuerung vor allem zweckmäßig. Leider hakt es in manchen Fällen, etwa, wenn man eine Einheit ausgewählt hat und sich dafür entscheidet, zunächst einer anderen Einheit oder Stadt einen Befehl zu geben. Eigentlich bricht ein Klick mit der rechten Maustaste den Befehlsmodus ab, klickt man dabei jedoch auf eine benachbarte Einheit, werden die Einheiten stattdessen getauscht und eine Runde geht verloren. Im taktischen Krieg eine unnötige und ärgerliche Sache.

Klanginszenierung

Musikalisch ist Civilization ein großartiges Werk. Die Hintergrundmusik im Spiel variiert, je nachdem, welche Kultur man gewählt hat und in welcher Zeit man sich befindet. Wird ein Großer Musiker dafür benutzt, ein Musikwerk zu erschaffen, erfolgt zudem eine kurze Einblendung seines berühmten Werkes.
Die Sprachausgabe des Spiels ist auf einige wenige Abschnitte des Spiels beschränkt, namentlich die Einwände der verschiedenen Berater, die Gespräche mit anderen Zivilisationen und der kurzen Erklärung des gewählten Volks oder Szenarios am Anfang einer Spielsitzung. Allerdings sind die Sprecher gut und die Tonqualität ist ordentlich, zudem sprechen die Herrscher der anderen Reiche im Spiel in deren Landessprache (natürlich bei deutschem Text).

Schöne göttliche Welt

Kleine Details wie die Pyramiden runden das Stadtbild ab
Das Spiel unterscheidet sich von seinen Vorgängern hinsichtlich der Kriegsführung massiv. Während man in den früheren Teilen Einheiten stacken und den Gegner mit geballter Überlegenheit bombardieren konnte, ist dies bei Civilization 5 nur noch bedingt möglich. Militärische Land- und Marineeinheiten können sich so zum Beispiel gar nicht mehr auf demselben Feld befinden (mit Ausnahme großer Generale oder Admirale zusammen mit ihren Truppen). Allerdings kann man in einer Stadt sowohl eine Landeinheit als auch mehrere Luftwaffeneinheiten stationiert halten.
Auf diese Weise wird das Spiel wesentlich taktischer, da man im Vorfeld überlegen muss, wie man eine gegnerische Stadt am besten belagert. Zudem führt es dazu, dass auf den höheren Schwierigkeitsgraden der Militärsieg nicht mehr der einfachste Siegtypus darstellt.
Eine Erweiterung an neuen Völkern, Karten und Szenarien haben die beiden Add-Ons »Brave New World« und »Gods and Kings« gebracht, dazu kamen einige DLCs. Tatsächlich ist das Spiel im Komplettpaket um einiges besser und besitzt eine für Civilization bislang einzigartige Umsetzung des Kultursieges. Statt stumpf das Utopia-Projekt zu erforschen, wie es im nackten Hauptspiel der Fall ist, muss man nun mit großen Werkenund Weltwundern Tourismus generieren, um sein Reich bei den anderen in ein gutes Licht zu rücken. Zudem bringen die Erweiterungen Religionen und Spionage ins Spiel, die sich wunderbar in das allumfassende Gesamtbild der Reihe einfügen.

Fazit

Zu Anfang bin ich mit Civ5 nicht warm geworden. Ich war ein glühender Anhänger des vierten Teils und vermisste mein Einheiten-Stacking, die Religionen und den Übertritt von fremden Städten zu meinem Reich, wenn ich nur genügend Kultur besaß.
Die Add-Ons haben einige dieser Missstände behoben und ich zähle Civ 5 mittlerweile zu meinen Lieblingsspielen. Sicherlich gibt es taktischere Strategiespiele, etwa Age of Empires, allerdings kommt kein Spiel, das ich kenne, in seinem Gesamtumfang an die Civ-Reihe heran.
Daneben mag ich die feine Unterteilung der Schwierigkeitsgrade und Civ 5 hat gegenüber dem vierten Teil einen entscheidenden Vorteil bekommen: Man muss nicht mehr ab dem Grad König stumpf militärisch vorgehen, um zu gewinnen. Ich persönlich habe mehrere Spiele auf Unsterblich durch den Punktsieg nach Ablauf der Zeit gewonnen. Cis größter Faktor ist jedoch das Suchtpotenzial, welches sich in so vielen rundenbasierten Spielen verbirgt. Man will nur noch eben eine Runde beenden und auf einmal ist es vier Uhr früh am nächsten Morgen und man hat die Welt erobert.