Sonntag, 10. Januar 2016

The Cave

"Seit hunderten ... ach was, tausenden! ... Nein, vielmehr zigtausenden von Jahren schon ... kommen Menschen zu mir auf der Suche nach dem, was sie am meisten begehren. Nur wenige finden, was sie suchen. Und noch weniger von ihnen gehen wieder. Willkommen in der Höhle."
[Zitat: The Cave]

Yes! I'm a talking Cave

Zu beginn des Spiels hört man eine mysteriöse Stimme, die sich als sprechende Höhle entpuppt. Im Gegensatz zu den 7 am Lagerfeuer stehenden Abenteurern, scheint sie ein sehr gesprächiges Gestein zu sein. Je Spieldurchlauf dürfen immer nur 3 Abenteurer ausgewählt werden, die an einer aufschlussreichen Höhlentour teilnehmen dürfen. Die Höhle lässt uns in die dunklen Herzen der Abenteurer schauen und was ihr größtes Bestreben ist. Wie sie dieses Bestreben erhalten, ist moralisch ziemlich verwerflich. Die drei zufälligen Partner müssen als Team agieren, da ohne Teamwork die Rätsel nicht gelöst werden können. Es liegt an euch ob ihr am Ende immer noch das verdorbenes Individuum seid, oder als geläutert aus der Höhle emporsteigen werdet.
Hier warten sie auf eure Auswahl, wen nehmt ihr in die Höhle mit?
Die 7 Abenteuer sind sehr verschieden, nicht nur im Aussehen sondern auch in ihren Geschichten. Die es nach und nach zu erkunden gilt. Dafür stehen euch der ängstliche Ritter, die eifersüchtige Zeitreisende, die betrügerische Abenteurerin, die skrupellose Forscherin, die verdorbenen Zwillinge, den verliebten Hillbilly und der erfolglose Monk zur Auswahl.
Zur Bewältigung der Aufgaben bringt jeder der 7 Abenteurer seine eigene Spezialfähigkeit mit. Diese können sie nicht nur in ihrer eigenen Geschichte, sondern immer und überall einsetzen. So kann man geschickt Aufgaben umgehen, wenn man ein gut durchdachtes Team dabei hat.
Auf dem Weg treffen die Abenteurer auf einige seltsame Gestalten und Tiere. Die sich wunderbar an das Leben in diesen verworrenen tiefen angepasst haben.

Folge den braunen Höhlentour-Schildern

Schöne Landschaften
Damit man sich in der Höhle nicht verläuft oder den Überblick verliert, gibt es überall Schilder die einen den Weg zum nächsten Abenteuer zeigen. Dadurch fühlt man sich nie allein gelassen und traut sich auch mal kilometerweit in die Tiefe zu springen. Den Schildern kann man vertrauen.
Die Rätsel sind allesamt logisch aufgebaut, auch wenn man bei fast allen etwas um die Ecke denken muss. Das kann einige Zeit in Anspruch nehmen.
Man kann in gut 2-3 Stunden mit einer Runde fertig sein, wenn man die Rätsel auswendig kennt. Was leider schnell der Fall ist.
Dadurch bleibt ein langer Spielspaß aus, höchstens der Ehrgeiz die Errungenschaften zu schaffen lässt einen das Spiel immer wieder starten.

Ein Haus in der Höhle - anders als man denkt
Man hat nie das Gefühl nicht in einer Höhle zu sein, selbst wenn man sich in einem Haus, einer Burg oder einem Tempel oben in den Wolken aufhält. Die einzelnen Settings sind sehr liebevoll gemacht und trotz der unterschiedlichen Thematik bleibt es immer ein einheitliches Bild. Es gibt viele kleine Details am Rande zu entdecken, Dinge die in den Eingeweiden der Höhle vergraben liegen. Es lohnt sich mal den Blick schweifen zu lassen und sich die Hintergründe näher zu betrachten.
Nicht nur die Höhle ist schön anzusehen auch die Charaktere machen sehr viel her. Jeder Charakter ist individuell Gestaltet und verhält sich seiner Geschichte entsprechend.

Obschon der statistischen Unwahrscheinlichkeit, wir haben einen Gewinner!

Die Steuerung ist simpel gehalten. Es gibt die Richtungstasten, wobei am meisten links oder rechts gebraucht wird, was in einer 2D Landschaft kein Wunder ist. Einzig beim tauchen werden oben und unten mit einbezogen. Dann gibt es eine Taste zum springen, eine Aktionstaste und eine Taste um Gegenstände aufzuheben. Gespielt wird entweder allein, oder mit zwei weiteren Personen. So das jeder einen Charakter steuern kann.
Man gewöhnt sich schnell an die Steuerung, da sie sehr einfach gehalten ist. An manchen Stellen ist sie jedoch schwammig oder ungenau. Die Abenteurer schießen gerne über ein Ziel hinaus und sterben, oder sie vergessen wie man sich an einer Leiter und einem Seilen festhält und sterben. Zum Glück bedeutet sterben nicht das Ende, die Höhle ist so nett einen an die selbe Stelle zu setzen, so muss man keine weiten Strecken erneut bewältigen.

Sie haben ja auch keine Flügel.
Die Hintergrund Musik ist sehr dezent und passt zum Spiel. Sie wird auch nach langem Spielen nicht anstrengend für die Ohren. Die Abenteurer haben nichts zu sagen, dafür redet die Höhle umso mehr. Leider, oder zum Glück kann sie kein deutsch. Die Höhlenbewohner und die Höhle selber sind allerdings nicht schwer zu verstehen. Es lohnt sich auf die Stimmen zu hören, da durch die Übersetzung einiges vom Witz verloren geht.

Fazit

Ich habe The Cave seit 2013 bei Steam in der Liste und auch einige Zeit intensiv gespielt, da es ein wirklich schönes Spiel ist. Vor einigen Tagen hatte ich nach einer kleinen Spielpause plötzlich wieder Lust und wollte unbedingt alle Errungenschaften erspielen. An einige der Rätsel konnte ich mich immer noch erinnern aber es war nicht alles hängen geblieben. Es hatte einfach wieder richtig Spaß gemacht. Der Spielspaß mag zwar nicht dauerhaft anhalten, aber ich denke das er nach einer Pause immer wieder kommt. Besonders wenn man einzelne Charaktere mag. Ich bin ein Fan der Zwillinge - ich mag sie einfach. Dafür habe ich eine Abneigung gegen die Zeitreisende, nicht gegen ihre Geschichte ... aber dieser Schwebesound ... ugh ... da werde ich wahnsinnig. Ich glaube nicht das die in der Zukunft so laut durch die Gegend schweben. 

Grafik: 4
Hintergründe: 2
Sprites: 5
Animation: 4


Sound: 1
Musik: 0
Soundeffekte: -2
Sprachausgabe: 4


Gamedesign: 3
Steuerung: 0
Dialoge: Nicht vorhanden (Sind alles Monologe)

Story: 5
Schwierigkeit: 0
»Flow«: 5


Gesamteindruck: Gut

Genre: Point-and-Click-Adventure
Hersteller: Double Fine Productions
Publisher: Sega
Erstveröffnetlichungsjahr: 2013
Beziehbar über:
Google play store, Steam, XBox Marketplace
Weiterführende Links:
XBox Marketplace
Steam
Google play store

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