Mittwoch, 6. Januar 2016

Sacra Terra: Angelic Night


Das Krankenhaus Sacra Terra hat schon bessere Tage gesehen. Es ist verlassen, verfallen und zudem haben sich dort die Dämonen der sieben Todsünden ein gemütliches neues Zuhause eingerichtet. Bevor alles verlassen wurde, leitete eine kleine Familie das Krankenhaus. Als die Mutter von Angel starb zog eine Stiefmutter ein, die das kleine Mädchen nicht leiden konnte und am liebsten selbst Eigentümerin des Komplexes werden wollte. Sie vollführte das Vollmond-Ritual, welches gründlich schief ging und eine Dämonenhorde auf die Erde rief.


Ein verlassenes Krankenhaus

Die sieben Todsünden
Ihr erwacht gefesselt auf einem Krankenbett in einem verlassenen Zimmer. Angel, der gute Geist dieses verfluchten Ortes hilft euch von den Fesseln los zu kommen. Leider seid ihr immer noch nicht frei. Die Tür des Krankenzimmers ist verschlossen. 
Womit euer Weg durch die Rätsel und Wimmelbilder beginnt. 
Die sieben Todsünden haben die unschuldigen (und schuldigen) Seelen der ehemaligen Angestellten besessen und sorgen dafür das sie keine Ruhe finden können.  Angel vertraut auf eure Hilfe.


Ihr erkundet viele der verlassenen Räume des Krankenhauses und der Nebengebäude, wie einen Brunnen, eine Folterkammer, einem Turm und so weiter. Immer auf der Suche nach den Todsünden, welche es zu vernichten gilt. Die Art und Weise wie der Spieler die Dämonen aus dem Weg räumt ist sehr unterschiedlich und passt zur jeweiligen Sünde. 

Es sind nicht so viele Wimmelbilder vorhanden, die meisten werden mehrmals besucht. Was den Spielspaß nicht mindert. Jedes Wimmelbild hat ein Objekt bei dem man eine bestimmte Aktion ausführen muss um es zu bekommen. Oftmals eine knifflige Angelegenheit die etwas grübeln erfordert, wenn man nicht auf die Hilfe angewiesen sein möchte. Die Rätsel sind in verschiedenen Schwierigkeitsgraden, es gibt sehr einfache und selbst erklärende Rätsel und dann gibt es welche bei denen man vergebens auf die Hilfe-Funktion starrt. 
Wimmelbild Szene
Schwer Nachvollziehbar ist allerdings nichts. Auch der Verbrauch von Gegenständen die nach einmaligem nutzen Weggeworfen werden, nur um sie später wieder neu zu bekommen hält sich in Grenzen.  
Gegenstände die öfter gebraucht werden, behält der Protagonist in seinem Inventar.

Sacra Terra ist ein typisches Wimmelbildspiel, welches eine Spieldauer von 3 - 5 Stunden hat. Vielleicht auch länger, kommt immer darauf an wie geübt man ist, ob man im Expertenmodus spielt oder irgendwo länger fest hängt.
Von der Story sollte man nicht so viel erwarten. Diese liegt allerdings auch nicht im Fokus.
Der Spielspaß bleibt das ganze Spiel über erhalten. Man möchte vor einer Spielpause kurz noch ein Wimmelbild oder Rätsel lösen und schwupp ist man fast am Ende des Spiels. Die Zeit verfliegt unbemerkt und wer nach dem Abenteuer noch Lust hat, kann sich an das Bonuskapitel wagen.

Kann sich sehen lassen

Der Spieler
Das Spiel liefert ein schön abgerundetes Grafik-Paket. Die Hintergründe sind stimmungsvoll und detailreich. Sie fangen die verfallende Einsamkeit des Krankenhauses sehr schön ein. In den Videosequenzen wird man mit 3D Animationen überrascht, die sich sehr gut in das sonst aus 2D Grafiken bestehende Setting einfügen. Die Rätsel sind einfach gehalten und auf das wesentliche reduziert, so verliert man beim Rätseln nicht den Überblick. Die Wimmelbilder sind so chaotisch wie sie sein müssen. In Sacre Terra wird grafisch nichts falsch gemacht, aber auch nicht groß etwas neues ausprobiert.

Klick klick klick

Angel
Die Steuerung ist für ein Wimmelbildspiel typisch. Gespielt wird mit der Maus und man klickt sich von Szene zu Szene und durch die Rätsel. Was gut funktioniert muss nicht zwangsläufig geändert werden.

Das Spiel hat keine Sprachausgabe, es wird allerdings auch nur wenig gesprochen. Angel ist die einzige die mal ein Wort an den Protagonisten richtet.

Musikalisch gesehen hat das Spiel einiges zu bieten. Die Hintergrundmusik ist stimmungsvoll und passend. Auch nach längerem hören wird es nicht eintönig.
Einzig einige der Soundeffekte können nerven.

Fazit

Ein wirklich schönes Spiel, ich mag das Zusammenspiel der Videosequenzen und der ingame Grafiken. Zu der Story kann ich nicht viel sagen, da nicht so viel Story da ist, aber mir gefällt die Idee mit den Todsünden. Die auch gut Dargestellt werden.
Es gibt ein Rätsel das mich jedes Mal in den Wahnsinn treibt. Ich weiß genau was ich da machen muss, aber trotzdem bin ich gezwungen mehrere Minuten wie ein Wilder zu klicken, bis es dann rein Zufällig irgendwie doch noch klappt. Keine Ahnung warum. Ansonsten sind die Rätsel sehr schön und machen mir persönlich viel Spaß!
Bei den Wimmelbildern scheint es auch so zwei drei Fehler zu geben ... anders kann ich mir nicht erklären wie aus einem Bügeleisen ein Amboss wird. Das Phänomen tritt zum Glück nicht häufig auf.

Bonus Bild
Grafik: 5
Hintergründe: 5
Sprites: 5
Animation: 5

Sound: 4
Musik: 5
Soundeffekte: 2
Sprachausgabe: nicht vorhanden

Gamedesign: 3
Steuerung: 5
Dialoge: nicht vorhanden
Story: 0
Schwierigkeit: 0
»Flow«: 5

Gesamteindruck: Sehr Gut

Genre: Gelegenheitsspiel/ Adventure/ Hidden Object
Hersteller: Alawar Entertainment
Publisher: Alawar Entertainment
Erstveröffnetlichungsjahr: 2011
Beziehbar über: alawar, bigfish games, Steam

Weiterführende Links:
Bigfish Games
Steam
Alawar.com

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