Freitag, 15. Januar 2016

Die Sims



Will Wright hatte schon immer verrückte Ideen. Ob es darum ging, einen Ameisenhaufen zu simulieren oder die gesamte Geschichte der Erde. Niemand sonst konnte mit solchen Ideen so viel Geld machen. Doch neben Sim City wird wohl dieses Meisterstück nie vergessen bleiben. Mit »Die Sims« spielen Erwachsene wieder mit Puppenhäusern.

I’m a Barbie Girl ...

Neue Bekanntschaften sind wichtig

Zu Beginn war niemand von der Idee so recht überzeugt. Das Spiel hat keine Handlung, kein Ziel, nicht einmal einen Fortlauf in irgendeiner Art. Man baut sich eine Familie mit dem Familieneditor oder wählt eine aus, die bereits vorhanden ist. Man lässt sie auf ein Grundstück ziehen und gestaltet das Haus nach seinen eigenen Wünschen, wobei einem im Vanilla-Hauptspiel nur sehr wenig Gegenstände zur Verfügung stehen.

Wenn man damit fertig ist, spielt man Alltag. Ja, Alltag. Sims müssen Essen, Schlafen, ihre sozialen Bedürfnisse erfüllen, sich ablenken und Arbeiten bzw. zur Schule gehen. Die Reihe an Bedürfnissen, Karriereanforderungen und ein ausgeklügeltes System zur Erfüllung von Bedürfnissen sorgt für eine gewisse Schwierigkeit.

Glücklicherweise sind die meisten Sims in der Lage, ihre Grundbedürfnisse selbst zu befriedigen. Die KI ist für eine Simulation dieses Alters durchaus gut.

Zweck-mäßig

Isometrie und seltsame Größenverhältnisse

Isometrische Perspektive und Pseudo-3D sind die Schlagworte, die einem zum ersten Sims-Teil in puncto Grafik einfallen. Die Grafik war selbst für 2000 eher mäßig, erfüllte allerdings ihren Zweck. Der Bildschirm ist in vier Stufen drehbar, es gibt einen dreistufigen Zoom, sodass man das Haus und seinen Sim aus allen notwendigen Perspektiven und Entfernungen betrachten und steuern kann.




Mausefalle


Der erste Sims-Teil lässt sich komplett mit der Maus steuern, abgesehen vom Drehen der Objekte. Hierfür muss man, wie in den Nachfolgespielen, die Tasten »,« und ».« bemühen. Die Bedienung ist damit eingängig, allerdings im Vergleich zu später etwas unkomfortabel. Da 2000 Mausräder noch nicht zum Standard gehörten, wird ein Mausrad auch nicht unterstützt, um zum Beispiel ein klickfreies Zoomen zu ermöglichen.

Dudeldei


Die Musik ist gut, die wenige Sprachausgabe eher mäßig umgesetzt. Es gibt einige Tracks, die verschiedenen Menüs und Einstellungen zugeordnet wurden, so dass eine gewisse Abwechslung an Musikstücken entsteht. Zudem besteht schon die Möglichkeit, eigene Musik im Spiel einzubinden.

Sonstiges

Feuer gehört schon im ersten Teil zu den möglichen Todesursachen

Da es im ersten Sim noch keine Alterung gibt, erlaubt das Spiel intern nur wenig Fortschritt. Die Babys werden zu Kindern, diese bleiben für immer im Schulalter. Die Eltern sterben nur durch Unfälle, nicht am Alter. Allerdings bietet bereits das Vanilla-Sims eine Reihe unterschiedlicher Todesarten.

Die Auswahl an Skins für die Sims und an Einrichtungsgegenständen ist überschaubar, viele Häuser sehen von innen daher gleich aus.

Das Beförderungssystem ist einfach, das Beziehungssystem dagegen etwas komplexer. Man merkt, worauf das Augenmerk des ersten Teils der Serie gelegen hat.

Fazit


Ich mochte das erste Sims nie besonders und finde auch jetzt noch nicht den Reiz, den es auf manche Leute ausgeübt hat. Mein simlishes Leben beganne rst mit Teil zwei und so vermisse ich eine ganze Menge der Neuerungen. Selbst einige aus Sims 4 fehlen mir, wie das Multitasking.

Der erste Teil bietet wenig Fortschritt, was das Spiel ein wenig frustrierend macht.. Dafür ist es relativ schwer, die Sims bei Laune zu halten, vor allem, wenn man am Anfang noch wneig Geld hat. Nach ein paar Arbeitstagen ist man dafür dann so reich, dass einen die geringe Auswahl an Möbeln wieder frustriert.

So oder so würde ich Leuten zu einem der späteren Sims-Teile raten. Welcher es Letztenendes wird, erfahrt ihr dann im vorerst letzten Test der Sims-Hauptspiel-Serie.




 
Grafik: -1
Hintergründe: 0
Sprites: -1
Animation: -2



Sound: 0
Musik: 2
Soundeffekte: 0
Sprachausgabe: -2



Gamedesign: 0
Steuerung: -1
Dialoge: -1
Story: nicht vorhanden
Schwierigkeit: 0
»Flow«: 1


Gesamteindruck: Durchschnitt

Genre: Gelegenheitsspiel/ Simulation
Hersteller: Maxis
Publisher: Electronic Arts
Erstveröffnetlichungsjahr: 2000
Beziehbar über:  Amazon, ebay


Weiterführende Links:
Amazon
Let's play

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