Montag, 28. Dezember 2015

Solitär



Es ist eines der bekanntesten und meistgespielten Computerspiele der Welt. Dabei ist es in seinem Aufbau und in seinem Spielprinzip simpel und uralt. Ihr habt sicher schon erraten, wovon ich rede. Solitär, egal ob in der Klondike-Version oder in der vereinfachten Variante. Lasst uns gemeinsam einen Blick auf einen echten Klassiker werfen.

Ohne Handlung, aber mit Suchtpotenzial


Das Verschieben der Karten erfolgt per Maus
Bei Solitär geht es darum, eine Reihe von Spielkarten so zu sortieren, dass man am Ende vier nach Farben sortierte Stapel Karten in aufsteigender Reihenfolge besitzt. Die Schwierigkeit besteht dabei darin, dass zu Beginn des Spiels 28 Karten in sieben Stapeln vor einem liegen, von denen jeweils die oberste aufgedeckt ist. Der Rest der Karten befindet sich in einem verdeckten Stapel, von dem jeweils, je nach Modus, die oberste oder die obersten drei Karten abgehoben und aufgedeckt werden.
Als Nächstes müssen die Karten in absteigender Reihenfolge (also von König nach Ass) und in wechselnden Farben (Rot und Schwarz) sortiert werden. Auf diese Weise bilden sich mit etwas Glück und Strategie nach und nach vier Reihen, die abschließend auf vier Stapeln nach den Kartenfarben (Pik, Kreuz, Karo und Herz) sortiert werden.

Obwohl das Spiel keinerlei Story oder auch nur einen Schwierigkeitsgrad aufweist, ist der Flow potentiell groß. Jeder, der das Spiel ausprobiert hat, wird das Phänomen kennen. Man kann in diesem Spiel eine ganze Nacht versumpfen, ohne etwas davon zu merken.

Einfach und geschmackvoll


Die grafische Umsetzung des Spiels unterscheidet sich von Spielesammlung zu Spielesammlung. Die Gratisversionen, die den meisten Betriebssystemen (seit Amiga OS) beiliegen, ähneln sich allerdings sehr. Sie sind einfach gehalten, zweidimensional und bestehen aus wenigen Farben.
Einige lassen Einstellungsmöglichkeiten in puncto Tischfarbe oder Kartenbild zu.

Die einfache Grafik unterstützt das unkomplexe Spielprinzip, ohne dabei alt oder armselig zu wirken. Man kann sich hier ganz dem Spiel hingeben, was sicherlich zu dem enormen Flow beiträgt.

Klicken und Ziehen


Die Steuerung ist ebenfalls einfach und funktionell gehalten. Vor allem funktioniert sie aber, selbst mit einem Touchpad eines alten Laptops.
Man kann die gewählte Karte entweder anklicken und an den gewünschten Ort ziehen oder man doppelklickt sie und der Computer erledigt den Rest.

Nervige Kulisse


In der Klondike-Variante werden drei Karten aufgedeckt
Ganz anders sieht es bei der Soundkulisse des Spiels aus. Die nervigen Klicktöne aus 8-bit-Zeiten sorgen nach einer Weile eher dafür, dass man den Rechner samt Boxen aus dem Fenster schmeißen will, statt den Spielspaß und das Kasinofeeling zu erhöhen. Glücklicherweise kann man den Ton in den Optionen komplett abstellen.
Hintergrundmusik besitzen die Versionen von Solitär in aller Regel nicht.

Die Schwierigkeit des Spiels liegt vor allem in dem nicht zu unterschätzenden Glücksfaktor. Nicht alle Spiele sind lösbar und es kann unglaublich ärgerlich sein, wenn das letzte fehlende Ass ausgerechnet unter der zur selben Farbe gehörenden Zwei liegt, die man nicht mehr verschieben kann.

Fazit


Solitär ist ein echter Klassiker und der Prototyp der Gelegenheitsspiele. Hätte es damals schon Mikrotransaktionen gegeben, der Erfinder der Computerversion des Spiels wäre steinreich geworden.
Das Spiel taugt vielleicht nicht, um damit anzugeben, aber es ist eine nette Abwechslung für zwischendurch, der alltägliche Lückenfüller in Büros rund um die Welt und überhaupt das vermutlich meistgespielte PC-Spiel überhaupt.
Und sollte es da draußen jemand noch nicht kennen, dann wird es höchste Zeit für eine Runde Solitär. Es ist bestimmt auch auf eurem Computer vorinstalliert. Bringt aber sicherheitshalber ein wenig Zeit mit, denn meist bliebt es nicht bei einer Runde.

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