Dienstag, 29. Dezember 2015

Erben der Erde - Die große Suche

Die Menschen sind seit langer Zeit verschwunden, doch zuvor haben sie den Tieren die großen Geschenke gegeben. Seitdem teilen sich die Tierstämme die Herrschaft über die Welt. Doch der Friede wird getrübt, als die Sturmkugel verschwindet. Um seine Unschuld zu beweisen, macht sich der Fuchs Rif auf die Suche.

Haltet den Dieb!


Am Anfang beobachtete man den Fuchs Rif mit einer Ratte auf einem Rätselturnier, welches die Eröffnung des großen Jahrmarktes darstellt. Doch schon kurz nach dem Turnier wird der Jahrmarkt für beendet erklärt. Die Sturmkugel, ein magisches Artefakt aus der Zeit der Menschen mit der Macht, das Wetter vorherzusagen, ist verschwunden.

Die Menschen geben den Tieren die "Geschenke"
Die beiden Könige des Südreiches sind sich einig, dass ein Fuchs hinter dem Diebstahl steckt und so muss sich Rif unter Bewachung auf den Weg machen, die Kugel zurückzuholen. Als Anreiz für ihn, seine Arbeit gut zu machen, nehmen die Keiler seine Freundin Rhene gefangen.

Rif macht sich, begleitet von Okk, dem Keiler, und Eeha, dem Elch, auf die gefährliche Suche, die ihn über den Rand der ihm bekannten Welt hinausführt. Dabei trifft er auf viele unterschiedliche Stämme, die teils feindlich gesinnt sind.
In klassischer Point’n’Click-Adventure-Manier müssen dabei Labyrinthe durchforstet, Gegenstände kombiniert und Rätsel gelöst werden, um die märchenhafte Zukuntsgeschichte zu Ende zu bringen.

Pixel-Charme und der schönste Ort der 90er


Die Kristallhöhle war einer der schönsten Orte seiner Zeit
Das Spiel ist von 1994 und dementsprechend grafisch einfach gehalten. Die Pixelanimationen sind auf modernen Bildschirmen nicht mehr allzu schön anzuschauen, aber man kann die frühere Schönheit des Spiels trotzdem noch erahnen.

Auch die Neuauflage von 2004 hat nur eine Neunziger Jahre High-Res-Auflösung und spielt sich daher am hübschesten im Fenstermodus.

Davon abgesehen bietet das Spiel eine Animationsvielfalt und einen Detailreichtum, der selbst in modernen Vertretern dieses Genres selten ist. Der Stil und die Machart passen hervorragend zu der märchenhaften Geschichte.

Einfache Navigation


Übersichtskarte und Menü
Über die Steuerung lässt sich wenig berichten. Es handelt sich um ein klassisches Adventure, welches ausschließlich per Maus bedient wird. Das Interface ist dem der alten Lucas-Arts-Titel sehr ähnlich. Tatsächlich kann das Originalspiel von 1994 mit der aktuellen Scumm VM zum Laufen gebracht werden, da die Sprache SCUMM sehr ähnlich ist.


 

Gut gesprochene Dialoge


Der Sound ist abwechslungsreich, beinahe jedes Bild ist anders und sehr passend vertont. Die Stücke sind recht lang und wiederholen sich in der Regel nicht, wenn man sich nicht sehr lange in einem Bild aufhält.

Erben der Erde besitzt eine hervorragende Sprachausgabe, das Spiel ist durchgängig vertont worden. Einzig in einigen Bildern am Ende des Spiels führt das Abfragen von Eehas Meinung zu einem Absturz des gesamten Spiels. Dieser Fehler wurde auch in der Neuauflage nicht behoben.

Positiv ist auch die Auswahl der Sprecher zu bewerten, so wird der Glasmacher der Frettchen zum Beispiel von Peter Matic (der Synchronstimme von Ben Kingsley) gesprochen.

Fazit


Erben der Erde ist seit langer Zeit eines meiner Lieblingsspiele und entsprechend tue ich mich natürlich schwer mit einer objektiven Meinung. Das Spiel an sich ist nicht allzu schwierig, man kann sich nicht verrennen oder sterben, was allerdings für die meisten Adventures dieser Zeit (und auch heute noch) üblich ist.

Das schwierigste Labyrinth des Spiels
Die Rätsel können auch von Kindern problemlos gelöst werden, wohingegen einige Labyrinthe, insbesondere das Kerkerlabyrinth, sehr frustrierend werden können.

Die Charaktere sind liebevoll gestaltet, einzigartig und einprägsam. Sist und der Waldkönig gehören nach wie vor zu meinen Lieblingscharakteren. Die Geschichte ist ebenfalls schön erzählt und umgesetzt und bietet auch erwachsenen Spielern eine interessante Unterhaltung.

Und ich muss sagen, als ich das Spiel für diesen Test erneut gespielt habe (diesmal in der Neufassung), habe ich wieder einige Details entdeckt, die mir vorher niemals aufgefallen sind. Für Adventure-Freunde, -Einsteiger und Liebhaber gut erzählter Geschichten ist Erben der Erde definitiv ein Muss, versierte Rätsellöser sind aber mit den Rätseln stark unterfordert.

Montag, 28. Dezember 2015

Solitär



Es ist eines der bekanntesten und meistgespielten Computerspiele der Welt. Dabei ist es in seinem Aufbau und in seinem Spielprinzip simpel und uralt. Ihr habt sicher schon erraten, wovon ich rede. Solitär, egal ob in der Klondike-Version oder in der vereinfachten Variante. Lasst uns gemeinsam einen Blick auf einen echten Klassiker werfen.

Ohne Handlung, aber mit Suchtpotenzial


Das Verschieben der Karten erfolgt per Maus
Bei Solitär geht es darum, eine Reihe von Spielkarten so zu sortieren, dass man am Ende vier nach Farben sortierte Stapel Karten in aufsteigender Reihenfolge besitzt. Die Schwierigkeit besteht dabei darin, dass zu Beginn des Spiels 28 Karten in sieben Stapeln vor einem liegen, von denen jeweils die oberste aufgedeckt ist. Der Rest der Karten befindet sich in einem verdeckten Stapel, von dem jeweils, je nach Modus, die oberste oder die obersten drei Karten abgehoben und aufgedeckt werden.
Als Nächstes müssen die Karten in absteigender Reihenfolge (also von König nach Ass) und in wechselnden Farben (Rot und Schwarz) sortiert werden. Auf diese Weise bilden sich mit etwas Glück und Strategie nach und nach vier Reihen, die abschließend auf vier Stapeln nach den Kartenfarben (Pik, Kreuz, Karo und Herz) sortiert werden.

Obwohl das Spiel keinerlei Story oder auch nur einen Schwierigkeitsgrad aufweist, ist der Flow potentiell groß. Jeder, der das Spiel ausprobiert hat, wird das Phänomen kennen. Man kann in diesem Spiel eine ganze Nacht versumpfen, ohne etwas davon zu merken.

Einfach und geschmackvoll


Die grafische Umsetzung des Spiels unterscheidet sich von Spielesammlung zu Spielesammlung. Die Gratisversionen, die den meisten Betriebssystemen (seit Amiga OS) beiliegen, ähneln sich allerdings sehr. Sie sind einfach gehalten, zweidimensional und bestehen aus wenigen Farben.
Einige lassen Einstellungsmöglichkeiten in puncto Tischfarbe oder Kartenbild zu.

Die einfache Grafik unterstützt das unkomplexe Spielprinzip, ohne dabei alt oder armselig zu wirken. Man kann sich hier ganz dem Spiel hingeben, was sicherlich zu dem enormen Flow beiträgt.

Klicken und Ziehen


Die Steuerung ist ebenfalls einfach und funktionell gehalten. Vor allem funktioniert sie aber, selbst mit einem Touchpad eines alten Laptops.
Man kann die gewählte Karte entweder anklicken und an den gewünschten Ort ziehen oder man doppelklickt sie und der Computer erledigt den Rest.

Nervige Kulisse


In der Klondike-Variante werden drei Karten aufgedeckt
Ganz anders sieht es bei der Soundkulisse des Spiels aus. Die nervigen Klicktöne aus 8-bit-Zeiten sorgen nach einer Weile eher dafür, dass man den Rechner samt Boxen aus dem Fenster schmeißen will, statt den Spielspaß und das Kasinofeeling zu erhöhen. Glücklicherweise kann man den Ton in den Optionen komplett abstellen.
Hintergrundmusik besitzen die Versionen von Solitär in aller Regel nicht.

Die Schwierigkeit des Spiels liegt vor allem in dem nicht zu unterschätzenden Glücksfaktor. Nicht alle Spiele sind lösbar und es kann unglaublich ärgerlich sein, wenn das letzte fehlende Ass ausgerechnet unter der zur selben Farbe gehörenden Zwei liegt, die man nicht mehr verschieben kann.

Fazit


Solitär ist ein echter Klassiker und der Prototyp der Gelegenheitsspiele. Hätte es damals schon Mikrotransaktionen gegeben, der Erfinder der Computerversion des Spiels wäre steinreich geworden.
Das Spiel taugt vielleicht nicht, um damit anzugeben, aber es ist eine nette Abwechslung für zwischendurch, der alltägliche Lückenfüller in Büros rund um die Welt und überhaupt das vermutlich meistgespielte PC-Spiel überhaupt.
Und sollte es da draußen jemand noch nicht kennen, dann wird es höchste Zeit für eine Runde Solitär. Es ist bestimmt auch auf eurem Computer vorinstalliert. Bringt aber sicherheitshalber ein wenig Zeit mit, denn meist bliebt es nicht bei einer Runde.

Sonntag, 27. Dezember 2015

Hallo Welt!

Hallo Welt!


Ein paar Worte zu diesem Blog:

Hier entsteht ein Review-Blog über Videospiele. Insbesondere sollen hier Spiele der Kategorien Low-Budget, Gelegenheitsspiele und vor allem alles mögliche aus dem Bereich "Klassiker" abgedeckt werden.

Wir sind auf diesem Blog zwei Autoren, die sich die Arbeit teilen.

Rhada, die auch schon mit ein paar Let's plays klassischer Adventures auf You Tube vertreten ist (siehe hier) bearbeitet die Klassiker-Fraktion (haha) und das schmale Feld der Point'n'Click-Adventures.
Warum? Weil sie damit groß geworden ist. Maniac Mansion und Zak MacKracken and the alien Mindbenders haben sie sozusagen an den PC herangeführt. Sollte ihr danach sein können auch Klassiker der Nintendo-Konsolen und solche im Bereich Strategie, Simulation und Rollenspiel dazu kommen.

Matt-Chan kümmert sich um den ganzen Rest ;-)
Dabei ist sie stets auf der Suche nach einem Pferdespiel, das eben nicht nur für Mädchen der Altersklassen von vier bis zehn gemacht worden ist, sondern auch ohne zu erröten noch von einem Erwachsenen gespielt werden kann. Dazu kommen eine ganze Reihe Wimmelbildspiele und lustiger, japanischer Dating-Novels.

Zusammen bearbeiten wir auch action-reichere Stücke wie diverse Shooter, MMOs und Prügelspiele, wobei ich zu unserer Verteidigung jetzt schon sagen muss: In Shootern sind wir beide abgrundtief schlecht. Spaß machen sie aber trotzdem.

Da wir beide fleißige Studenten sind (ja, man kann die beiden Wörter in einem Satz benutzen) und darüber hinaus noch ein paar andere Verpflichtungen haben (Rhada schreibt zum Beispiel nebenher noch Romane), können wir (noch) keine regelmäßigen Beiträge garantieren. Die Zeit, das Spiel ausgiebig zu testen und den Bericht vorzubereiten muss einfach vorweg gegeben sein.

Vielleicht lassen wir uns auch zu der einen oder anderen Film-Review oder Buchbesprechung (Comic-Besprechung? Manga-Besprechung?) herab, wennn Zeit, Platz und Lust dafür da ist.

Wie ihr seht, will Gameatorium ein sehr breites Spektrum abdecken und um damit in Ruhe anfangen zu können, werden wir erstmal unsere Steam-, Origin- und realen Spielebibliotheken (das heißt nie im Leben so ...) auseinandernehmen.

In diesem Sinne

Game On